Das Ribislhaus: Eine Zwischenutzung in der Innenstadt
Unsere Stadt ist voll von Leerständen, also leerstehenden Häusern und Wohnungen, die aber zum Großteil ungenutzt bleiben. Während viele dieser Leerstände eigentlich über die Infrastruktur verfügen, um zum Beispiel obdachlose Menschen unterzubringen, eignet sich das Ribislhaus als temporärer Leerstand eher für ein Kunst- und Kulturzentrum.
Für die Nutzung und Gestaltung des Hauses ist der Mucks Maus Wild e.V. zuständig. Gemeinsam verwalten wir das Ribislhaus als einziges autonomes Kulturzentrum der Stadt. Es repräsentiert somit gelebte Demokratie.Wieso?
1. Ein Ort der Mitsprache und -gestaltung
Durch regelmäßige, offene Orgatreffen, eine offene Telegram-Gruppe und Mitwirkungsmöglichkeiten wie die Übernahme von Barschichten etc. hat jede:r, der sich mit den Werten des Ribislhauses identifizieren kann, die Möglichkeit, mitzumachen.
2. Kostengünstiger/-freier und niedrigschwelliger Zugang zu Kunst-und Kulturangeboten
Im Ribislhaus finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die uns Kunst und Kultur als Gemeinschaft erleben lassen.
3. Ressourcenteilung
Das Ribislhaus verfügt über verschiedene, auf Anfrage zugängliche Materialien, Werkstätte und Räumlichkeiten, die kostenfrei oder -günstig genutzt werden dürfen. Außerdem ist es ein Ort der Vernetzung und des Teilens von Wissen und Skills.
4. Awarer und safer Space
Das Ribislhaus verfügt über ein Awarenesskonzept sowie das Konzept der „Klaren Kante“. Dies bedeutet, dass bei uns jegliche Form der Diskriminierung oder Gewalt nicht geduldet wird. Das Haus soll ein solidarischer Space sein, indem sich vor allem marginalisierte Gruppen wohlfühlen können. Dahingehend sind wir stets offen für Feedback, weswegen es einen anonymen Awareness-Briefkasten und ein zuständiges Awareness-Team gibt.
5. Solidarische Finanzierung und Gewinnfreiheit
Das Ribislhaus finanziert sich vor allem durch auf Spendenbasis herausgegebene Getränke und Kunstprojekte. Sämtliche Einnahmen werden genutzt, um die Kosten des Hauses zu tragen und diesen offenen Kulturspace so weiter zu erhalten. Finanziellen Gewinn macht hier niemand.
5. Solidarische Finanzierung und Gewinnfreiheit
Das Ribislhaus finanziert sich vor allem durch auf Spendenbasis herausgegebene Getränke und Kunstprojekte. Sämtliche Einnahmen werden genutzt, um die Kosten des Hauses zu tragen und diesen offenen Kulturspace so weiter zu erhalten. Finanziellen Gewinn macht hier niemand.
Wir wollen als Inspiration fungieren: Wie könnten wir andere Leerstände der Stadt solidarisch und gemeinwohlorientiert nutzen? Wie wäre es beispielsweise, wenn der größte Leerstand der Stadt – das Schloss Emmeram mit ca. 500 leeren Zimmern – ein Zufluchtsort für obdachlose und armutsgefährdete Menschen wäre?